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Organic Chemistry Portal: Hell-Volhard-Zelinsky Reaction

Hell-Volhard-Zelinsky-Reaktion

Die Hell-Volhard-Zelinsky-Reaktion ermöglicht das selektive Bromieren von Carbonsäuren an C-α:


Mechanismus

Der in katalytischen Mengen eingesetzte Phosphor bildet zuerst Phosphortribromid, welches 3 Äquivalente der Carbonsäure in Carbonsäurebromide umsetzt:

Die Säurebromide können gut Enole ausbilden, welche mit Brom abreagieren. Die entstehenden Dibromide reagieren mit einem Äquivalent Carbonsäure, wobei die Hydroxy-Gruppe übertragen wird. Es entstehen sowohl Produkt, als auch Säurebromid, welches wieder als Enol mit Brom abreagiert.

Freie Carbonsäuren sind praktisch unreaktiv gegenüber Brom. Eine Ausnahme bildet Malonsäure, da sie sich leicht enolisieren lässt. Wenn zwei Protonen an C-a gebunden sind, ist die Synthese des einfach substiuierten Produktes manchmal schwierig.

Als Zwischenprodukt eignen sich die Verbindungen zur Reaktion mit Nucleophilen wie Ammoniak und Kaliumphthalimid (Hell-Volhard-Zelinsky-Gabriel-Synthese), mit Wasser oder mit Cyanid.