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Namensreaktionen

Verwandte Reaktionen: Clemmensen-Reduktion

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Wolff-Kishner-Reduktion

Die Wolff-Kishner-Reaktion dient zur Reduktion von Aldehyden und Ketonen zu Alkanen (Desoxigenierung). Mit dieser Reaktion können auch säurelabile Edukte umgesetzt werden (vgl.: Clemmensen-Reduktion).


Mechanismus

Ursprünglich wurden die entstehenden Hydrazone als Zwischenprodukt isoliert, die Reduktion erfolgte anschliessend bei 200°C.  Heutige Reaktionsführungen ermöglichen die Umsetzung bei Raumtemperatur ohne Isolierung des Hydrazons.

Durch Zugabe von Base werden Tautomerisierungen ausgelöst, die dazu führen, dass sich N2 abspaltet:

Eine moderne Variante führt über das Tosylhydrazon - dieses Beispiel illustriert zudem, wie eine retro-En-Reaktion zu einer Isomerisierung führt:

Das Tosylhydrazon wird unter Abspaltung der guten Tosyl-Abgangsgruppe reduziert:

Hierbei erfolgt der Angriff des Hydrid-Ions stereospezifisch von der weniger gehinderten Seite aus.

Die retro-En-Reaktion führt zu einer Umlagerung der Doppelbindung:

Weiter Synthesemöglichkeiten mit Tosylhydrazonen sind die Bamford-Stevens und die Shapiro-Reaktion. Als Produkte resultieren in beiden Reaktionen Alkene: