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Namensreaktionen

Verwandte Reaktionen: Barton-McCombie

Organic Chemistry Portal: Barton Decarboxylation

Barton-Decarboxylierung

Die radikalische Decarboxylierung eines Barton-Esters führt bei Umsetzung mit Tributylzinnhydrid oder t-Butylmercaptan zum entsprechenden Alkan:

Alternativ besteht die Möglichkeit, mit einem geeigneten Radikalfänger einen Substituenten einzuführen:


Mechanismus

Die Initiierung der Barton-Decarboxylierung ( Bu3Sn-H -> Bu3Sn. ) erfolgt mit einem Radikalstarter, Triebkraft der eigentlichen Reaktion ist wie in der Barton-McCombie-Desoxigenierung die Bildung einer stabilen S-Sn-Bindung:

 

Der Barton-Ester kann aber auch photolytisch oder thermisch gespalten werden:

Befindet sich ein geeigneter Radikalfänger (im Überschuss) in der Reaktionslösung, so kann eine Substitution stattfinden, ansonsten kommt es zu einer Radikalrekombination zum Pyridylsulfid:

Die Barton-Decarboxylierung bietet aber einige Möglichkeiten, Substituenten heranzuführen - einige davon sind hier gezeigt:

weitere Möglichkeiten siehe Literaturstelle

J. Zhu, A. J. H. Klunder, B. Zwanenburg, Tetrahedron, 1995, 51, 5099-5116.