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Namensreaktionen

Verwandte Reaktionen: Corey-Chaykovsky, Darzens, Jacobsen, Sharpless-Epoxidierung, Shi-Epoxidierung

Organic Chemistry Portal: Epoxidation

Epoxidierung
Prileschajew-Reaktion

Die syn-selektive Epoxidierung von Alkenen zu Oxiranen erfolgt mit Hilfe von Persäuren. Am gebräuchlichsten ist meta-Chlorperbenzoësäure (MCPBA), die aufgrund ihrer Stabilität kommerziell erhältlich ist.


Mechanismus

Persäuren sind so stark polarisiert, dass ein Sauerstoff-Atom mit einer positiven Partialladung zur Verfügung steht, das in einer electrophilen Addition mit einem Alken abreagieren kann:

Die Situation beim symmetrischen Wasserstoff-Peroxid setzt für diese Umsetzungen einen Katalysator voraus, der die nötige Polarisierung bewirkt. Im Sinne von atomökonomischen Umsetzungen ist dies aber wünschenswert, und entsprechende Protokolle existieren bereits.

Die Prileschajew-Reaktion verläuft schliesslich über einen Übergangszustand, der einem Schmetterling ("butterfly transition state") nicht unähnlich ist:

Hierbei werden die Bindungen zum electrophilen Sauerstoff-Atom geknüpft und es findet die Übertragung des Wasserstoff-Atoms statt.

Epoxide sind versatile Zwischenprodukte, welche sich mit diversen Nucleophilen öffnen lassen:


D. Tanner, T. Groth, Tetrahedron., 1997, 53, 16319-16146.


I. Cepanec, M. Litvic, H. Mikuldas, A. Bartolincic, V. Vinkovic, Tetrahedron, 2003, 59, 2435-2439.


V. Mirkhani, S. Tangestaninejad, B. Yadollahi, L. Alipanah, Tetrahedron, 2003, 59, 8213-8218.