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Namensreaktionen

Verwandte Reaktionen: Cadiot-Chodkiewicz-Kupplung, Heck-Reaktion, Stille-Kupplung

Organic Chemistry Portal: Sonogashira Coupling

Sonogashira-Kupplung

Diese Reaktion ermöglicht die Kupplung von endständigen Alkinen mit Aryl- oder Vinylhalogeniden unter Palladium-Kupfer-Katalyse und Verwenden eines Amins als Base. Für die Kupplung von Ethin muss aufgrund der doppelseitigen Reaktion - selbst bei einem Überschuss Ethin - eine Trimethylsilyl-Schutzgruppe eingeführt werden.


Mechanismus

Der Mechanismus ist ähnlich zu demjenigen der Stille-Kupplung. Die Oxidative Addition des Halogenids im ersten Schritt ist vergleichbar. Allerdings wird der zweite Partner - das Alkin - nicht als Organometall eingesetzt. Das Organyl wird in der Sonogashira-Kupplung in situ erzeugt: Das Proton eines terminalen Alkins ist relativ sauer, so dass es in der Reaktionsmischung - vermutlich wenn das Alkin an Kupfer komplexiert hat - durch das Amin deprotoniert werden kann. Das resultierende Kupferorganyl transferiert den organischen Rest in einer Transmetallierung auf den Palladium-Katalysator. Nach einer Isomerisierung erfolgt eine reduktive Eliminierung zum Endprodukt.

Die Reduktion des eingesetzten Katalysators zur katalytisch aktiven Pd(0)-Spezies erfolgt mit Phosphin, mit dem Amin (siehe Heck-Reaktion) oder durch Reaktion mit dem Kupferorganyl, woraus homogekuppeltes Nebenprodukt resultiert:


Prof. Kenkichi Sonogashira (1931-)

Der japanische Chemiker Kenkichi Sonogashira studierte an der Universität Osaka Chemie und wechselte 1981 als Professor an die Städtische Universität Osaka. Die palladium-katalysierte Kupplung von Alkinen mit Arylhalogeniden publizierte er 1975 zusammen mit Yasuo Tohda und Nobue Hagihara unter dem Titel: "A convenient synthesis of acetylenes: catalytic substitutions of acetylenic hydrogen with bromoalkenes, iodoarenes and bromopyridines."